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Pop hat kein Gedächtnis - über den Stellenwert populärer Kultur in der Erinnerung
Die populäre Kultur ist im Museum angekommen. Sie ist selbstverständlicher Bestandteil zeitgeschichtlicher Ausstellungen geworden, auch weil ohne Kenntnis des Pop die moderne Ikonografie und das moderne Leben insgesamt nicht zu verstehen sind. Dem Thema Rock und Pop sind in den letzten Jahren ganze Ausstellungen gewidmet worden. Das rock'n'popmuseum in Gronau stellt als erstes Museum ausschließlich zu diesem Thema aus. Zugleich entzieht sich das Phänomen Pop/Popkultur immer wieder seiner Musealisierung. Nicht nur, weil es dem Diktat permanenter Aktualität unterliegt, sondern auch, weil es beständig Retrospektiven und Revivals produziert, Zitate und Selbstreferentialität zentrale Themen des Business sind. Mindestens in der Pop-Musik ist nie irgendetwas wirklich erledigt und vergangen. Wie vergesslich ist die Pop-Kultur tatsächlich? Was bleibt in der Erinnerung? Lässt sich Pop/Popkultur ohne weiteres in Speichermedien, Museen und Archive überführen?
Podium: Christoph Jacke, Universität Paderborn; Thomas Mania, Kurator des rock'n'popmuseum, Gronau; Lutz Rentner, TV-Dokumentation »Hippies in der DDR«, Berlin
Moderation: Susanne Binas-Preisendörfer, Universität Oldenburg
