Forum 4
Anders erinnern und gedenken – Initiativen der Zivilgesellschaft
Neben den „offiziellen“ Institutionen und Veranstaltungen gibt es zahlreiche Initiativen, die andere Formate des Gedenkens praktizieren. Vor allem Künstler haben viel dazu beigetragen. Die „Stolpersteine“ von Günther Demnig erinnern im Boden vor den ehemaligen Wohnhäusern der Opfer des Holocaust an die Ermordeten und Vertriebenen. Das Projekt ist inzwischen mehrfach ausgezeichnet worden. Künstlerische Audio-Guides beschreiben den Umgang mit Erinnerung auf den Spuren der KZ-Geschichte in Österreich. Ostdeutsche Bürgerkomitees präsentieren Stasi-Geschichte in Originalräumen. Wie wirksam sind solche alternativen Formen des Gedenkens und Erinnerns und der damit verbundenen historisch-politische Aufklärungsarbeit? Markieren sie neue Ansätze, um Geschichtsbewusstsein durch öffentliche Aktionen zu erzeugen? Kann man sich in dieser Hinsicht „Geschichte selbst zu eigen machen“?
Podium: Uta Franke, Projekt »Stolpersteine«, Köln; Tobias Hollitzer, Bürgerkomitee Leipzig/Gedenkstätte Museum in der »Runden Ecke«; christoph mayer chm., Projekt AUDIOWEG GUSEN, Berlin/Linz
Moderation: Detlef Hoffmann, München
