Forum 5
Zugänge zum historischen Erbe – Neue Konzepte der Museen
Die Museumslandschaft hat sich in den letzten drei Jahrzehnten stark ausdifferenziert. Immer mehr Spezial- und Sammlungsmuseen prägen das Bild. Dies gilt auch für die Häuser, die der Aufbereitung und Vermittlung der Geschichte dienen. Der thematische Fokus ist dabei sehr häufig durch historische Figuren, Ereignisse und Gegebenheiten (z.B. der Wirtschafts- und Sozialgeschichte) geprägt, die mit dem jeweiligen lokalen/regionalen Kontext verbunden sind. Geschichte wird dadurch konkreter, anschaulicher und nachvollziehbarer. Andererseits verlieren sich viele Museen dabei auch in den Details der Lokal- und Regionalgeschichte und verlieren übergreifende Zusammenhänge und damit ihre bildungspolitische Funktion aus den Augen. Deshalb wird darüber nachgedacht, ob integrierte Konzepte der Museen, die ihren thematischen Fokus weiter fassen, indem sie zum Beispiel Kultur- und Naturgeschichte zusammen denken und hybride Konzepte entwickeln, dieser Funktion nicht angemessener sind. Deutet sich hier ein Paradigmenwechsel an?
Gottfried Korff, Ethnologe und Kulturwissenschaftler, Tübingen
Podium: Ulrich Borsdorf, Direktor des Ruhr Museums, Essen; Lisa Kosok, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Historische Museen Hamburg
Moderation: Rosmarie Beier-de Haan, Deutsches Historisches Museum, Berlin
